Kroatien als Teilrepublik Jugoslawiens (1945 - 1991)
Nach dem Krieg Kroatien wird eine von 6 Republiken Jugoslawiens unter Regierung der Komunisten.
Nach dem Bruch zwischen Stalin und Tito 1948 entwickelt sich die Politik in Jugoslawien selbständig.
An der Adriaküste entfaltet sich der Tourismus -die wichtigste Devisenquelle bis zum Zusammenbruch Jugoslawiens. Die Tatsache, dass Kroatien den größten Teil Deviseneinnahmen an die Zentralregierung in Belgrad abführen musste führte zu Unmut.
Ende der 1960er Jahre begann der Kroatische Frühling, eine Reformbewegung bezeichnet zuerst unter Intellektuellen, die bald auch die kroatische Parteispitze erreichte. Der Unmut in Kroatien entlud sich schließlich in Demonstrationen.
Im November 1971 zwang Tito die gesamte Führung der kroatischen Partei zum Rücktritt. Tausende Personen wurden festgenommen und verurteilt.
In der politischen und wirtschaflichen Krise in den späten 1980er wuchs ein immer stärkerer Gegensatz zwischen zentralistischen und großserbischen Tendenzen einerseits und einem wiedererwachenden kroatischen Nationalbewusstsein andererseits. Nach dem Tod Titos 1980 war ein wichtiger Stabilisierungsfaktor weggefallen.
Kroatien seit der Unabhängigkeit
Die ersten freien Wahlen in Kroatien im Jahre 1990 gewann die HDZ unter Franjo Tuđman.
Belgrad unterstützte serbische Separatisten in Kroatien, von denen Straßensperren errichtet wurden. Als die kroatische Regierung Polizisten entsandte, kam es zu ersten Kämpfen.
Im Dezember 1991 errichteten die Serben in Teilen Kroatiens die sogenannte Republik Serbische Krajina, die 30% der Staatsfläche Kroatiens umfasste. Über 170.000 Kroaten wurden aus ihrer Heimat vertrieben, 8.000 wurden ermordet.
Im Dezember 1991 / Januar 1992 wurde Kroatien als souver�ner Staat anerkannt. 1995 die Kroatische Armee und Polizei haben die besetzten Gebiete Kroatiens befreit.
06.11.1996 Aufnahme Kroatiens in den Europarat
Nach dem Tod des Präsidenten Franjo Tuđman im Dezember 1999 und den Wahlen im Januar 2000 kam es zum Regierungswechsel. Eine Koalition aus 6 Parteien unter Führung der SDP übernahm die Regierung. Präsident wird Stipe Mesić.
27.05.2000 Aufnahme Kroatiens in die "Partnership for peace"
29.10.2001 Unterzeichnung des Stabilit�ts- und Assoziierungsabkommens mit der EU
21.02.2003 Beitrittsantrag zur Europäischen Union
Bei den Wahlen im November 2003 wurde die HDZ wieder stimmenstärkste Partei. Ministerpräsident wurde Ivo Sanader.
Am 18. Juni 2004 verliehen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union Kroatien den Status eines offiziellen Beitrittskandidaten.